Wann wurde Fotografie zur Kunst?

Wann wurde die Fotografie zur Kunst?

Eine schöne Frage, aber nicht ganz einfach zu beantworten. Im Grunde war die Fotografie schon immer eine Kunstform, es haben sich nur lange Zeit viele Menschen schwer damit getan, sie als solche zu akzeptieren. Sie wurde nur als Handwerk gesehen, zumindest in Europa.

Wann wurde Fotografie zur Kunst?

 

Einen wichtigen Beitrag zur Anerkennung der Fotografie als Kunstform leistete Alfred Stieglitz mit seiner Galerie 291 und seinem Magazin Camera Work, das von 1903 bis 1917 vierteljährig erschien und die Arbeiten verschiedener Fotografen präsentierte. Es sollte zwar noch einige Jahrzehnte dauern, bis Fotografie von der breiten Bevölkerung als Kunstform wahrgenommen wurde, aber die ersten Schritte in die Richtung waren gemacht.

1929 fand in Stuttgart eine große Ausstellung mit vielen Bildern internationaler Fotografen statt, 1955 erhielt eine Ausstellung des amerikanischen Fotografen Edward Steichen viel Aufmerksamkeit. Auch die Neue Gruppe Münster 60, kurz Gruppe M60, eine Künstlervereinigung, setzte sich in den 1960er Jahren dafür ein, dass Fotografien in Kunstausstellungen einbezogen wurden.

Heute haben wir keine Probleme mehr damit, die Fotografie als Kunstform anzuerkennen, was vor allem verschiedenen Einzelpersonen und Gruppierungen zu verdanken ist, die durch ihren Einsatz oder schlicht durch die Besonderheit ihrer fotografischen Werke ein Umdenken bewirkt haben.

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