Warum Bezeichnung Kalter Krieg?

Warum Bezeichnung Kalter Krieg?

Wenn etwas „kalt“ ist, dann ist es nicht aktiv. Ein schönes Beispiel hierfür ist Wasser, das im gefrorenen Zustand ruht und sich nicht bewegt. Ein weniger schönes Beispiel ist ein Krieg, der eben auch inaktiv und doch gefährlich sein kann.

Warum Bezeichnung Kalter Krieg?

 

Bei einem kalten Krieg stehen sich mindestens zwei Parteien feindselig gegenüber. Sie misstrauen einander, spionieren sich gegenseitig aus, drohen einander, greifen sich aber nicht an. Natürlich kann ein kalter Krieg sehr schnell heiß werden. Dazu reicht oftmals schon ein Missverständnis. Deutet eine Seite eine Aktion der anderen Seite falsch, brennt es womöglich bald lichterloh.

Der (bisher) bekannteste kalte Krieg der Weltgeschichte war jener zwischen der Sowjetunion auf der einen und der NATO, insbesondere den USA, auf der anderen Seite. Abgesehen von einzelnen Scharmützeln kam es zwischen den beiden Militärmächten nie zu einer offenen Schlacht, die vergleichbar gewesen wäre mit dem, was im Ersten oder Zweiten Weltkrieg geschah. Der Krieg war starr, mit zum Glück wenig Feuer in Form von Schüssen oder Explosionen.

Ein kalter Krieg lässt sich vergleichen mit zwei nervösen Cowboys und ihren geladenen Waffen, die sich um fünf vor Zwölf Uhr mittags gegenüberstehen, wohl wissend, dass ein Schuss das Ende für beide bedeutet. Alle anderen Stadtbewohner verschanzen sich im Saloon hinter den Tischen. Die Gefahr lässt sich quasi mit Händen greifen. Wie Gefrierbrand.

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