Ab wann Wald?

Ab wann Wald?

Drei Haare auf der Brust machen dich noch nicht zu einem Bären und zwei Bäume bilden auch noch keinen Wald. Aber welche Anzahl an Bäumen braucht es, damit man von einem Wald sprechen kann? Oder ist die reine Baumanzahl gar nicht das entscheidende Kriterium?

Ab wann Wald?

 

Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen ist ein wunderbares Sprichwort, das ironischerweise zu dieser Frage passt, denn es herrschen weltweit viele unterschiedliche Ansichten darüber, wann eine Ansammlung von Bäumen ein Wald ist und wann nur eine Ansammlung von Bäumen.

Laut dem deutschen Bundeswaldgesetz ist ein Wald „jede mit Forstpflanzen bestockte Grundfläche. Als Wald gelten auch kahlgeschlagene oder verlichtete Grundflächen, Waldwege, Waldeinteilungs- und Sicherungsstreifen, Waldblößen und Lichtungen, Waldwiesen, Wildäsungsplätze, Holzlagerplätze sowie weitere mit dem Wald verbundene und ihm dienende Flächen.“ Im Sinne des Gesetzes kein Wald sind „in der Flur oder im bebauten Gebiet gelegene kleinere Flächen, die mit einzelnen Baumgruppen, Baumreihen oder mit Hecken bestockt sind oder als Baumschulen verwendet werden.“ Okay, das ist doch schon mal sehr unklar.

Für die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen muss mindestens eine Fläche von 0,5 Hektar mit Bäumen bedeckt sein und die Bäume müssen 5 Meter oder höher wachsen können, damit der Begriff „Wald“ legitim ist.

Die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen definiert Wald als eine mit Bäumen bestandene Landfläche von mindestens 0,05 bis 1 ha, wobei die Bäume mindestens eine Höhe von 2 bis 5 Metern erreichen müssen.

Mit anderen Worten: Genießt lieber einen Spaziergang durch einen Wald, egal wie groß er ist, statt euch mit Definitionen von Fachleuten herumzuplagen, die am Ende sowieso nicht auf einen grünen Zweig kommen.

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